Ott vs. Förster 63:69
Gestern noch Stadtliga, morgen schon in Bollywood.
In der Halle am Heiligengeistfeld übte unser Gegner Ottensen sein schauspielerisches Talent, was jedoch lediglich für den Dom gereicht hätte.
Einige Weisheiten zu unserem Basketballspiel im Stadttheater von Ottensen kamen erst nach dem Spiel und hatten auch nur indirekt damit zu tun. Dass nämlich das Parken auf dem Domparkplatz für 2 1/2 Stunden satte 8 € kostet, ist eher ein Fall für Ede Zimmermann.
Wobei wir beim Thema Fernsehen wieder ganz schnell beim Spiel gegen den (mittlerweile) Tabellenletzten wären. Wie beim Resume (Fremdwortalarm!) über das Spiel danach festgestellt wurde, hatte noch keiner von uns eine solche Ansammlung an schauspielerischen Einlagen im Rahmen des Amateurbasketballs zu Gesicht bekommen.
Selbst Andi Möller wäre bei dieser Zurschaustellung unsportlichen Verhaltens rot geworden. Glücklicherweise wurde der Gegner während des Spiels sogar zweimal wegen Floppings mit je einem technischen Foul bestraft. Insgesamt hätte es hierzu aber mindestens 4 mal einen Pfiff geben müssen. Sei´s drum, genützt hat es den Ottensenern unterm Strich zumindest nichts.
Das Spiel begann zunächst etwas holprig. Ersatzcoach Chrille hatte vor dem Spiel bereits eine angemessene Analyse der Gegner geliefert: Die können alle Basketball spielen. Wenn Ihr sie lasst, werden sie euch das ein oder andere Ding einschenken, aber wenn wir aggressiv sind, dann können wir diesen Fluss schnell unterbrechen.
Gesagt und nicht getan, führte der Gegner nach drei Minuten mit 7:3. Das war dann der Wakeup-Call den die Förster zusätzlich benötigten und bis Minute 9 punkteten erstmal nur noch die Herren in blau mit 12:0, und wir ließen im gesamten restlichen Viertel lediglich noch 2 Punkte durch den Gegner zu. Zwei Dreier von BJ und Martin waren beim Ausbau des Vorpsrungs sehr hilfreich, und vor allem stimmte jetzt die Aggressivität.
Glücklicherweise reichte das hier erspielte Polster von 9 Punkten für den gesamten Rest des Spiels, da wir kein weiteres Viertel danach mehr gewinnen konnten.
In Viertel zwei schlugen die Ottensener dann ein wenig zurück. Der sehr sichere Center des Gegners machte dabei im Alleingang 12 Punkte. Durch die wirklich schlechten schauspielerischen Einlagen, mit denen insbesondere die Nr. 13 von Ottensen versuchte, uns Unsportlichkeiten anzuhängen, ließen wir uns ein wenig aus dem Konzept bringen. Die Schiedsrichter waren zwar nicht beeindruckt, ahndeten die Schwalben (zumindest von der 13) aber auch nicht. Die außerdem schlechte Förster-Freiwurfquote (3 von 7) trug dazu bei, dass der Gegner zumindest dieses Viertel knapp für sich entscheiden konnte.
Im dritten Viertel ging es dann hin und her, und beide Teams erzielten die gleiche Punktzahl. Der Pausenabstand von 6 Punkten wurde somit ins letzte Viertel mitgenommen.
Hier erwischten die Förster zunächst den deutlich besseren Start. 8:0 Punkte in den ersten beiden Minuten wiegten uns zunächst in Sicherheit, die jedoch durch viele Fouls unsererseits und eine sehr gute Freiwurfquote der Ottensener (7 von 7) nach und nach schwand, bis der Gegner sogar auf drei Punkte heran war. Doch auch hier schüttelten sich die Förster kurz und gingen wieder besonnener zu Werke. 4 Punkte von der Linie ohne Gegenkorb der Ottensener brachten die Förster eine Minute vor Schluss wieder auf den rechten Pfad, und das Spiel konnte gut zum Abschluss gebracht werden.
Insgesamt betrachtet war die Leistung recht durchwachsen. Den Gegner bei 63 Punkten zu halten ist ok, selbst in so einem Spiel nur 69 zu machen, zu wenig. Hier war von den Förstern eigentlich alles dabei. Sehr ansehnliche Ballstaffeten, etwas mehr Fehler als beim Spiel zuvor, eine Freiwurfquote von nur kanpp über 50%, viel Wurfpech von der Dreierlinie bei von außen betrachtet ordentlicher Wurfauswahl und eine gut verteilte Punkteausbeute auf das Ganze Team. Höchsten und niedrigsten Scorer trennen gerade mal 9 Punkte und 3 Förster haben mehr als 10 Punkte erzielt.
Die Weisheit aus dem Spiel hatte Philip schon während der Begegnung auf den Punkt gebracht. Wie sooft können wir nur über den Kampf die Begegnung für uns entscheiden.
[Spielstatistik]
[Saisonstatistik]