"Geschossen für 4.500 Punkte"



Uetersen vs. Förster: 80:85 (n.V.)


Sonntag Abend ist Tatortzeit, eine Binsenweisheit, aber auch Zusammenfassung unseres Spiels beim (ehemaligen) Tabellenzweiten in Uetersen.

Den guten Vorsätzen für 2017 folgend hat Trainerfuchs Mannix den ungewöhnlichen Umstand, dass zwischen Abschlusstraining und Spiel ganze 46 Stunden lagen, genutzt und für Freitag Abend ein rund 75 minütiges Trainingslager angesetzt, um nicht vorhandene Defizite in Sachen Athletik, Kraftausdauer und "ich-nutz-meine-Machtstellung-als-Übungsleiter-gnadenlos-aus" noch weiter zu dezimieren. Die von uns, die nicht dabei waren, sprechen heute noch voller Dankbarkeit und Erleichterung von diesem glücklichen Umstand.

Die körperlich am Boden liegenden Schützlinge wurden am Spieltag dafür mit warmen Worten wieder aufgerichtet: "Männers, heute Abend spielen wir zu einer Scheißzeit, da müssen wir unseren Körper intensiv aufwärmen." Es folgten noch Floskeln wie Hochleistungsmaschinen und Betriebstemperatur, die jedoch im von Schmerzmitteln, Muskelkater und tückischer Euphorie hervorgerufenen psychedelischen Zustand der Truppe ein wenig untergingen. Was dann jedoch folgte in der Ertüchtigungshalle Seminarstraße 10, Uetersen, machte dem Straßennamen alle Ehre.

Nach einem ausgeglichenen 1. Viertel (21:24 für die Förster) legten erst die Gastgeber im zweiten Viertel einen 10:0 Lauf hin, bevor die Förster wieder aufwachten und ihrerseits 12 Punkte in Folge erzielten. Zum Pausentee stand es 35:38 für uns, wobei bereits zu diesem Zeitpunkt auffiel, dass uns an diesem Abend insbesondere ein Spieler den Weg zum Försterhimmel zu versperren drohte. Der Herr Ph. Döhring ließ seinen 17 Punkten in Halbzeit eins dann auch gepflegte weitere 16 im dritten Viertel folgen und tappte damit in die Försterfalle. Denn angetrieben von unserer unermüdlichen Hochleistungsmaschine (aha, jetzt schließt sich der Kreis!!), dem Lehrkörper in kurzen Hosen, Mister M. Sarkodie, der insgesamt für 25 Punkte einnetzte und unnatürliche 13 von 14 Freiwürfe traf, zeigte auch Sportsfreund Simon, dass er im Forst angekommen ist und setzte den Gegner im Angriff (insgesamt 17 Punkte, 2 Dreier, 7 von 8 beiden Freiwürfen) und insbesondere auch in der Verteidigung zunehmend unter Druck. Dies war auch bitter nötig, galt es doch, im vierten und vermeindlich letzten Viertel einen 8 Punkterückstand aufzuholen (59:51). Die Förster behielten die Nerven, fanden - wie so oft - über den Kampf zum Spiel und schlugen im verschworenen Kollektiv zurück, sieben der acht Förster trugen sich im vierten "Fünftel" in die Punkteliste ein, glichen zum 72:72 aus und zwangen den Gegner in die Verlängerung. Dieser Spielabschnitt war geprägt von 11 Führungswechseln; so und nicht anders hat ein Sonntag Abend auszusehen, liebe ARD.

Entscheidend in der Verlängerung war dann, den beeindruckend eindimensioniert aufgestellten Mitbewerber weiter einzuschränken, Herr Döring (insgesamt 38 Pkt.) erzielte im 4. Viertel und in der Verlängerung zusammen nur noch 5 Punkte und es war für unseren 85:80 Sieg bestimmt auch nicht nur hinderlich, dass die Gastgeber in den letzten zwei Spielminuten in unerwarteter Konsequenz 6 von 6 Freiwürfe neben den Ring setzten. Eine tolle Mannschaftsleistung, auch wenn Mannix zusammenfasste, wir hätten für 4.500 Punkte geschossen, aber... so haben wir den Zuschauern auch etwas geboten: ein Seminar in "Das Leben verläuft stets in Wellen" und "Am Ende kackt die Ente".

Die Förster gewinnen damit auch das zweite Verlängerungsspiel der Saison und sind - nachdem auch die vorangegangenen Spiele mit jeweils einem Punkt Differenz ausgingen - für den nächsten Thriller bestens gewappnet.



Nächste Termine:

  • Freitag, 20 Uhr: Training
  • 04.11. HHT bs. Förster
  • 18.11. Förster vs. GFL
Team Spiele Punkte W/L
ETV 4 6 3/1
EMTV 2 4 2/0
BSV 3 4 3/1
Förster 3 4 4/1
HHTV 4 4 2/2
TVG 3 2 1/2
SCR 3 2 1/2
UET 2 0 0/2