Die 35,3%-Variante


Niederlagen sind bekanntermaßen immer vermeidbar. Zumindest wenn man von den Förstern spricht, die ein ähnliches Selbstbewusstsein haben wie Jean-Marie Pfaff (Zitat: Alle Tore, die ich kassiert habe waren unhaltbar!).

Nachdem der BSV in der Woche zuvor beim ETV mit über 50 Punkten Differenz unter die Räder gekommen war, dachten sich die Förster: Dit machen wir so wie der Löw gegen Italien. Gut, wir sind nicht mit der B-Mannschaft angetreten, aber haben unsere Leistung der Freiwurfquote angeglichen. Leider lag diese unterm Strich bei 35,3%, was selbst für eine Mannschaft wie BSV nicht ausreichte.

Dabei lief das Spiel für die Förster nicht einmal schlecht an. 19 Punkte konnten wir dem Gegner bei nur 14 Gegenpunkten in Viertel 1 einschenken, doch bereits bei den 14 Punkten der Bramfelder zeigte sich bereits die Schwachstelle im Spiel der Förster. In der Defense wurden nämlich leider auch nur die oben beschriebenen 35,3% gegeben, so dass der Gegner locker flockig an den Förstern vorbeilief, um einen Korbleger nach dem anderen zu machen, und dies sehr gern auch mit einem zusätzlichen Freiwurf. Nach der Devise: Warum verteidigen, wenn ich auch foulen kann, standen am Ende 31 Fouls auf der Försterseite lediglich 17 Fouls bei den Bramfeldern gegenüber. Trotz einer müden Vorstellung in Bezug auf die Defense reichte die Leistung in Viertel 2 immer noch soweit, dass der Vorsprung um zwei weitere Punkte ausgebaut werden konnte, so dass es mit 36 zu 29 Punkten in die Halbzeit ging. Dabei gab es sogar sehr ansprechende Aktionen, die sich jedoch lediglich auf die Offensive bezogen, wie z.B. den Dunk von Philip (s. Foto).

Die Schwäche des Gegners wurde auch dadurch betont, dass selbst im dritten Viertel erneut besser gepunktet werden konnte, so dass der Vorsprung zu Beginn des vierten Viertels 10 Punkte betrug. Nicht genug, wie sich schnell herausstellte, denn bereits in der 5. Minute des Schlussviertels konnte Bramfeld nach einem 12:2 Run ausgleichen. Die Förster setzten sich zwar umgehend wieder mit 6 Punkten ab, aber Bramfeld kam ebenso schnell wieder heran. Die letzte Minute war dann an Dramatik kaum zu übertreffen. Es stand 66:66 als die Förster die Punkte 67 und 68 durch 1.0 erzielten. Direkt im Anschluss schickte selbiger jedoch seinen Gegner durch ein Foul an die Freiwurflinie, der leider beide Würfe zum erneuten Ausgleich verwandelte. 4 Sekunden vor Schluss kam Bramfeld dann durch einen Turnover in Ballbesitz und verwandelte diesen Ballbesitz direkt in zwei Punkte und somit zur endgültigen Führung, da der letzte Einwurf der Förster eine Sekunde vor Ende nicht mehr erfolgreich war.

Eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt meinte ein Förster im Anschluss, da man jetzt aufwachen sollte, um in nächsten Spielen zu zeigen, was man alles besser machen kann.

Ein erschreckendes Fazit ist die Tatsache, dass wir mit der gleichen Offensivkraft aus den ersten drei Spielabschnitten das Spiel sogar noch gewonnen hätten, aber da hatte Fortuna wohl etwas dagegen

P.S.: In letzter Sekunde erreichte die Redaktion die Nachricht, dass bereits im Vorwege mit 35,3%-iger Sorgfalt der Mannschaftsmeldebogen geprüft wurde. Da der TAZ nicht enthalten war, aber am obigen Spielgeschehen teilgenommen hat, dürfen wir uns über den ersten Wertungsentscheid gegen die Förster in der mittlerweile nicht unbeträchtlichen Bestehensgeschichte ärgern. Noch ärgerlicher wäre es wahrscheinlich gewesen, wenn wir das Spiel gerade noch für uns entschieden hätten. Insofern war es eh für die Katz!

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